Wärmepumpen als Klimaretter? plusminus v. Mi., 28.07.21

Wärmepumpen als Klimaretter? |  Bild: BR

  • Der Einsatz von Wärmepumpen im Bestandsbau ist schwierig.
  • Verbraucher bekommen exorbitante Stromrechnungen.
  • Trotzdem wird der Einbau einer Wärmepumpe mit bis zu 45 Prozent der Kosten vom Staat gefördert.
  • 2030 soll es sechs Millionen Wärmepumpen geben um die Klimawende zu schaffen. Sie könnten aber bis zu zehn Prozent des gesamten Stromverbrauchs benötigen. Niemand weiß, wo dieser Strom herkommen soll.
  • Deutschland importiert jede Menge Atomstrom aus Frankreich, um den Bedarf zu decken.

Exorbitante Stromkosten

Ein Altbau in Brandenburg an der Havel: Eigentümerin Birgit Patz wollte was für’s Klima tun und entschied, eine Wärmepumpe einzubauen. Diese läuft mit Strom, ist teurer als ein Öl- oder Gas-Kessel, heizt aber dafür vor Ort CO2-frei.

Birgit Patz

Birgit Patz  | Bild: BR

Birgit Patz war es das wert. Doch nach der ersten Heizperiode kam die große Enttäuschung. Die ursprüngliche Idee, das Haus effizient und nachhaltig zu heizen, sei genau ins Gegenteil gekehrt worden. Die Anlage laufe ineffizient, fresse sehr sehr viel Strom und würde nichts von dem halten, was versprochen war.

Birgit Patz hat monatlich rund 400 Euro Stromkosten nur für ihre Luft-Wasser-Wärmepumpe, prognostiziert waren etwa 100 Euro monatlich. Dazu wurde es im Winter nicht mal richtig warm. Birgit Patz berichtet von 15 bis 18 Grad, die sie sich auch schon von Fachleuten dokumentieren lies. Diese Heizung will sie nicht mehr und hat den Heizungsbauer verklagt. Das Landgericht Potsdam hat nun entschieden, er muss die Wärmepumpe zurückbauen und den Neupreis erstatten. Der Heizungsbauer allerdings geht in Berufung.

Ein Systemfehler?

Funktionsweise von Wärmepumpen

Funktionsweise von Wärmepumpen | Bild: BR

Wie funktioniert eine Luft-Wasser-Wärmepumpe? Außenluft wird angesaugt. Die in der Luft enthaltene Wärmeenergie speist einen Kreislauf. Darin wird ein Kältemittel erwärmt und mit Strom zu Gas komprimiert. Dadurch entsteht mehr Wärme, die dann das Wasser des Heizkreislaufs und das Warmwasser im Haus erhitzt. Doch im Winter, wenn die Luft kalt ist, funktioniert der Kreislauf kaum, das Wasser wird dann mit einer Art Tauchsieder mit viel Strom zusätzlich aufgeheizt, um die nötigen Temperaturen zu erreichen.

Radiatorheizkörper

Radiatorheizkörper  | Bild: BR

Die meisten Wärmepumpen erreichen für das Wasser im Heizkreislauf nur rund 40 Grad. Für Fußbodenheizungen im Neubau ist das ausreichend, sonst würde man sich die Füße verbrennen. Doch herkömmliche Radiatorheizkörper im Alt- und Bestandsbau laufen mit Wassertemperaturen um die 60 bis 70 Grad. Um die zu erreichen, braucht es dann mehr Strom. Und die Anlage arbeitet unwirtschaftlicher.

Die Werbeversprechen

Der Bundesverband Wärmepumpe wirbt auf seiner Internetseite für das Modernisieren mit Wärmepumpe und behauptet: „Na klar geht das!“

Der Haken an der Sache

Honorarprofessor Klaus Knoll

Honorarprofessor Klaus Knoll | Bild: BR

Honorarprofessor Klaus Knoll lehrt Energie- und Heizungstechnik an der staatlichen Akademie Risa in der Nähe von Leipzig. Er sagt: „Der Einsatz von Wärmepumpen in Bestandsgebäuden ist kompliziert und nicht ohne Konsequenzen machbar. Die Heizkörper sind auf höhere Temperaturen ausgelegt, wenn man das Heizungssystem mit geringeren Temperaturen versorgt, müssten die Heizkörper vergrößert werden.“

Oder es müsse sogar parallel ein zweites Heizsystem zur Unterstützung im Winter installiert werden wie zum Beispiel ein Gas-Brennwertkessel, so Knoll.

Der Feldtest

Wärmepumpe im Keller

Wärmepumpe im Keller | Bild: BR

Dr. Werner Neumann vom BUND hat mit unabhängigen Experten aus dem Schwarzwald zahlreiche Wärmepumpen in Bestandsbauten auf ihre Leistung getestet, also wie viel Wärme herauskommt für wie viel Einsatz von Strom. Das Ergebnis: normalerweise sollte aus dem Strom die vierfache Menge Wärme erzeugt werden, aber in vielen Fällen sei nur das 2,5 bis dreifache erreicht worden, die Hersteller versprächen da meistens mehr, als wirklich herauskomme. Die Verbraucher könnten es nicht genau kontrollieren und das bedeute, dass letztendlich die Verbraucher mehr Stromkosten haben als erwartet.

Verfehlte Förderpolitik?

Trotz der Kritik wird der Einbau einer Wärmepumpe im Altbau stark gefördert. Es gibt sogar noch einen extra Bonus, wenn man eine Ölheizung dafür austauscht. Der Staat übernimmt dann 45 Prozent der Kosten. Ein Anreiz, der Immobilieneigentümer womöglich verleitet, unwirtschaftliche Wärmepumpen einzubauen.

Heinz Fischer, Heizungsbauer

Heinz Fischer, Heizungsbauer  | Bild: BR

Heinz Fischer, Heizungsbauer und Innungsvorstand in München, kritisiert die Förderpraxis. Bei dem Förderantrag für die erneuerbaren Energien trage er die Effizienzklasse der Pumpe ein, die käme vom Hersteller. Unter Laborbedingungen würden die Pumpen getestet auf verschiedene Temperaturen und Außentemperaturen. Doch mit der wirklichen Effizienz der am Ende im Haus eingebauten Pumpe hätte das wenig zu tun, so Fischer. Für den Verbraucher hätte es die Konsequenz, dass die Pumpe nicht auf die Heizungsanlage im Haus abgestimmt sei, und dann die Werte von der Pumpe auch nicht stimmten.

Fehlende Kontrolle

Prof. Klaus Knoll erklärt, an den ausgeführten Anlagen sei für den Privatmann die Kontrolle der Effizienz kaum möglich. Die Wärmemengenzähler würden bei Einfamilienhäusern in der Regel nicht eingebaut.

Wie reagiert die Politik?

Plusminus bittet das Bundeswirtschaftsministerium um Stellungnahme, warum fördert man ineffiziente Anlagen und warum gibt es keine verpflichtende Kontrolle der Effizienz? Die Antwort: „Es herrscht wissenschaftlicher Konsens über die Bedeutung von Wärmepumpen für die Dekarbonisierung des Gebäudebereichs. … Geförderte Wärmepumpen müssen bis spätestens 1. Januar 2023 mit einer Energieverbrauchs- und Effizienzanzeige ausgestattet sein, so dass der effiziente Betrieb der Anlage überprüft werden kann.“

Wo soll der Strom für die Wärmepumpen herkommen?

Der Thinktank Agora Energiewende, mitfinanziert vom Bundeswirtschaftsministerium, propagiert den Einbau von sechs Millionen Wärmepumpen bis 2030, um die Klimaziele des Bundes zu erreichen. Der BUND rechnet vor, bei sechs Millionen Wärmepumpen brauche man je nach Effizienz der Anlagen bis zu 48 Terawattstunden Strom pro Jahr. Das ist ein zehntel des Gesamtstromverbrauchs der Bundesrepublik.

Erzeugter Strom in Deutschland

Erzeugter Strom in Deutschland | Bild: BR

Und nur wenn dafür erneuerbare Energien verwendet würden, wären Wärmepumpen CO2 frei. Doch der in Deutschland aus erneuerbaren Energien erzeugte Strom machte 2020 lediglich einen Anteil von 47 Prozent der Gesamtproduktion aus.

Energieexperte Werner Dorß

Energieexperte Werner Dorß | Bild: BR

Der Energieexperte Werner Dorß erklärt, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint, importiert Deutschland große Mengen Strom, um den Bedarf zu decken. Er sagt: „Im Moment kaufen wir den meisten Strom von den Franzosen, aber das ist zu 70 Prozent Atomstrom, das heißt, wir kaufen das ein, was wir zuvor bei uns selbst abgeschaltet haben.“ Zudem sei der Strompreis in Deutschland doppelt so hoch wie in Polen oder Frankreich, dort zahle ein Wärmepumpenbetreiber also die Hälfte.

Bericht: Reinhard Weber/BR
Stand: Juli 2021

Stand: 29.07.2021 18:29 Uhr

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jetzt neu: digibase- digitaler, papierloser Versand von Dokumenten

Witten März 2021

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Gerichtsurteil: Schornsteinfegerarbeiten auch während der Pandemie

Witten Januar 2021

Schornsteinfegerarbeiten müssen auch während der COVID-19-Pandemie durchgeführt werden

Kläger berufen sich ohne Erfolg auf die mit der Arbeit eines Schornsteinfegers einhergehende Ansteckungsgefahr

 

Das Verwaltungsgericht hat mit Urteil vom 09. November 2020 ohne Durchführung einer mündlichen Verhandlung die Klage eines Ehepaares gegen eine kostenpflichtige schornsteinfegerrechtliche Anordnung abgelehnt.Die Kläger sind Eigentümer eines Grundstückes, für welches Schornsteinfegerarbeiten bis zum 31. Mai 2020 durchzuführen waren. Nach Ablauf der Frist wandten sich die Kläger an den Bezirksschornsteinfeger und baten unter Verweis auf ihre Zugehörigkeit zu einer von der COVID-19-Pandemie gefährdeten Risikogruppe um eine Verschiebung des Prüftermins. Die beklagte Region Hannover und der Bezirksschornsteinfeger lehnten eine Verlegung des Termins unter Verweis auf näher beschriebene Schutzvorkehrungen ab.

Nach Verstreichen einer weiteren Frist forderte die Beklagte die Kläger mit dem in diesem Verfahren angegriffenen kostenpflichtigen Bescheid auf, die erforderliche Abgaswege-Abgasleitungsüberprüfung zu veranlassen. Diese ließen die Kläger anschließend durchführen. Sie suchen nunmehr Rechtsschutz gegen die Verfügung der Beklagten und halten die gebührenpflichtige Anordnung der Untersuchung für nicht veranlasst, da sie lediglich um eine Verlegung des Prüftermins gebeten hätten.

Das Verwaltungsgericht hat die Klage abgewiesen. Die Beklagte habe gegenüber den Klägern einen Aufschub der Arbeiten abgelehnt, ihnen eine angemessene Nachfrist gesetzt und sie über die kostenpflichtigen Folgen der weiteren Missachtung der Eigentümerpflichten hingewiesen. Die Durchführung der Arbeiten sei den Klägern auch im Hinblick auf die mit der COVID-19-Pandemie einhergehenden Infektionsrisiken nicht unzumutbar gewesen. Schornsteinfegerarbeiten seien nicht verzichtbar, denn sie dienten dem Erhalt der Betriebs- und Brandsicherheit der Anlage. Dem Infektionsschutz sei daher ausreichend Rechnung getragen, wenn der Schornsteinfeger und seine Mitarbeiter Handschuhe und Mund-Nase-Schutz verwendeten. Eine Anwesenheit der Kläger während der Arbeiten sei überdies nicht erforderlich.

Die Entscheidung ist noch nicht Rechtskräftig und kann vor dem Oberverwaltungsgericht in Lüneburg angegriffen werden.

Urteil vom 09. November 2020

Az. 13 A 4340/20

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www.finanztip.de: Verbraucherpreise für Gas/ Strom steigen trotz gesunkener Einkaufspreise an den Börsen

Witten 11/2020
  • Die Importpreise für Erdgas sind seit Mitte 2019 auf einem langjährigen Tiefstand. Weitergegeben haben die Lieferanten das nur teilweise.
  • Von Juli bis Dezember 2020 sinkt die Mehrwertsteuer auf 16 Prozent. Das verringert die Kosten auf Erdgas um 2,5 Prozent. Viele Versorger wollen diesen Vorteil über die jährliche Abrechnung weitergeben.
  • Durch einen Wechsel des Gasanbieters kannst Du Deine Kosten senken: Tarife für Neukunden sind zwischen März und Juni 2020 um rund zehn Prozent gefallen.
So gehst Du vor
  • Gastarife unterscheiden sich in der Regel um bis zu 2 Cent pro Kilowattstunde. Aufgrund des hohen Verbrauchs beim Heizen lohnt sich ein Tarifwechsel häufig.
  • Vergleiche Tarife am besten mit unserem Gasrechner, der die Angebote von Verivox und Check24 gleichzeitig abfragt und die Ergebnisse nach unseren strengen Finanztip-Kriterien filtert.
  • Die Ergebnisliste enthält Werbelinks, über die Du Deinen Tarif direkt abschließen kannst. Alle Empfehlungen erfolgen rein redaktionell und 100% unabhängig.
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Heizsaisonbeginn: CO macht K.O. Schütze dich vor Kohlenmonoxid!

Witten September 2020

Kohlenmonoxid ist tödlich.

Kohlenstoffmonoxid, kurz Kohlenmonoxid (CO), ist ein gefährliches Atemgift, das man nicht sehen, riechen oder schmecken kann. Betroffene bemerken nicht, wenn sie Kohlenmonoxid einatmen, denn es gibt keine typischen Symptome wie Husten oder Atemnot. Darüber hinaus kann das Gas mühelos durch Wände oder Fußböden dringen, so dass es auch in Räumen auftritt, in denen sich keine potenzielle CO-Gefahrenquelle befindet. Alle Faktoren zusammengenommen machen CO so heimtückisch. Abhängig von der Konzentration in der Raumluft kann eine Kohlenmonoxidvergiftung zu erheblichen Beschwerden, Bewusstlosigkeit und zu massiven gesundheitlichen Spätfolgen bis hin zum Tod führen.

Beschwerden:

  • Schwindel
  • Schläfrigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Verwirrtheit
  • Druck auf der Brust
  • Herzrasen
  • Übelkeit bis hin zu Erbrechen
  • Bewusstlosigkeit

Mehr Informationen:

https://www.co-macht-ko.de/

Wie wirkt Kohlenmonoxid?

Beim Einatmen von Kohlenmonoxid (CO) gelangt das Atemgift über die Lunge in den Blutkreislauf. Dort bindet es sich an das Hämoglobin, das normalerweise Sauerstoff in den roten Blutkörperchen transportiert. Es verdrängt den Sauerstoff und blockiert dessen Aufnahme im Blut. Der lebenswichtige Sauerstoff kann dadurch nicht mehr zu den Zellen transportiert werden und die Organe – zu allererst das Gehirn – werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Bei einer hohen Konzentration an Kohlenmonoxid wird der Mensch bewusstlos ¬– ¬und wacht nicht mehr auf.

Auch in geringen Dosen über einen längeren Zeitraum kann das Gift zu einer chronischen Vergiftung führen. Da besonders das Gehirn vom Sauerstoffverlust betroffen ist, kann eine Kohlenmonoxidvergiftung selbst nach der Behandlung langfristig zu Gedächtnis- und Bewegungsstörungen, z. B. Parkinson, oder psychiatrischen Beschwerden wie Angststörungen und Depressionen führen.

KOHLENMONOXID – URSACHEN

Kohlenmonoxid betrifft jeden

Kohlenmonoxid (CO) entsteht bei der unvollständigen Verbrennung kohlenstoffhaltiger Kraft- und Brennstoffe. Besonders unter Sauerstoffmangel werden schnell lebensbedrohliche Konzentrationen erreicht. Ursachen können sowohl technische Defekte, mangelnde Wartung oder Manipulationen an der Verbrennungseinrichtung sein. Auch durch verstopfte Abluftrohre von Gasthermen, Ölheizungen oder Kaminöfen gelangt Kohlenmonoxid in die Raumluft.

Auch blockierte Schornsteine, u.a. durch Vogelnester oder abgelöste Dachpappe, unsachgemäß genutzte Kamine oder ein Grill im Haus, können eine erhöhte Kohlenmonoxidkonzentration bewirken. Sanierungsmaßnahmen, wie der Einbau neuer Fenster, führen nicht nur im Winter zu mangelnder Luftzirkulation. Selbst Wohnungen bzw. Etagen, die weit von der Gefahrenquelle entfernt liegen, können betroffen sein, da Kohlenmonoxid durch Wände und Decken diffundiert. So kann eine einzige defekte Gastherme ein ganzes Mehrfamilienhaus in Gefahr bringen.

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team komplett !

Schornsteinfegermeisterin Jeanine Klassen kehrt nach Elternzeit ins team zurück. Sie erreichen Frau Klassen tagsüber unter 0151 59214773.

Witten August 2020

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Lothar Siegfried im verdienten Ruhestand

Witten im Juli 2020

Der Schornsteinfegermeister Lothar Siegfried verabschiedet sich nach 30 jähriger Tätigkeit in Witten in den hochverdienten Ruhestand. Lothar Siegfried war von 1990-2019 bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger für den Kehrbezirk Ennepe-Ruhr-Kreis 23 und unterstützte mich bei meinem (Wieder) Anfang  in Witten im letzten Jahr mit seiner reichhaltigen Erfahrung. Vielen Dank dafür!

Von Herzen alles Gute für die Zukunft, geniess Deine Hobbys!

Wie herrlich ist es, nichts zu tun und dann vom Nichtstun auszuruhn. (Heinrich Zille)

 

 

 

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Verbraucherzentrale rät, Zählerstände abzufotografieren

Die Verbraucherzentralen raten, am 30. Juni die Zählerstände für Strom und Gas abzulesen. Grund dafür sei die anstehende Mehrwertsteuersenkung zum 1. Juli. Auch Energieversorger müssten demnach von Juli bis Dezember die Steuersenkung von 19 auf 16 Prozent an die Kunden weitergeben. Die Erstattung kann dann mit der Jahresabrechnung erfolgen.

Beweisfotos vom Stromzähler

Die Verbraucherzentralen empfehlen, die Zählerstände beispielsweise abzufotografieren und per E-Mail an die Anbieter zu schicken. Im Zweifelsfall würde sonst ohne konkrete Werte der Verbrauch geschätzt werden oder die 16 Prozent auf den Gesamtnettobetrag angerechnet werden. Laut Antje Kahlheber von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz würde eine Familie mit einem Stromverbrauch von 2.000 bis 3.000 Kilowattstunden im Jahr zwischen acht bis zwölf Euro weniger am Jahresende zahlen.

Witten Juni 2020

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Presseinformation Schornsteinfegerarbeiten

Kontrollen und Arbeiten der Schornsteinfeger in der Zeit
der Corona-Pandemie unverzichtbar.
Sankt Augustin, 03. April 2020. Wie viele andere Handwerker führen die
deutschen Schornsteinfeger in der Corona-Zeit wichtige Tätigkeiten zur
Wahrung der Brand- und Betriebssicherheit durch. Die erforderlichen
Schornsteinfegertätigkeiten dienen der öffentlichen Gefahrenabwehr
und dürfen deshalb auch nicht ausgesetzt oder beliebig verschoben
werden.
Bereits im März dieses Jahres ordneten die zuständigen Behörden an, dass
Schornsteinfeger unter Beachtung der Hygienevorschriften (Informationen des
Robert-Koch-Instituts zum Infektionsschutz auch auf: www.schornsteinfeger.
de) weiterhin ihrer Arbeit nachkommen sollen bzw. müssen. Diese Empfehlungen werden vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks unterstützt. Bestimmte Aufgaben könnten im Rahmen der Fristen zwar verschoben
werden, wenn es aus Sicht der Gefahrenabwehr vertretbar sei, so die Empfehlung der Landesbehörden. Ein Aussetzen der Arbeiten oder ein beliebig langes
Verschieben ist dem Schornsteinfeger aber untersagt. Denn die Schornsteinfegerarbeiten sind systemrelevant. Sie dienen der öffentlichen Gefahrenabwehr
im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes und der Betriebssicherheit von
Feuerungsanlagen. Tatsache ist, dass die Tätigkeiten des Schornsteinfegers
zur Wahrung der Brand- und Betriebssicherheit von Feuerungs- und Abgasanlagen letztendlich dem Schutz von Leib und Leben dienen und daher unabdingbar in den gesetzlich vorgeschriebenen Fristen durchgeführt werden müssen.
Die Gesundheit der Kunden, aber auch die Gesundheit der Mitarbeiter in den
Schornsteinfegerbetrieben liegt dem Schornsteinfegerhandwerk sehr am Herzen. Denn auch das Schornsteinfegerhandwerk möchte in Zeiten der CoronaPandemie die Kontakte und das Infektionsrisiko zum Schutz von Kunden und
Mitarbeitern soweit es eben geht minimieren.

Es ist ein schwieriger Spagat, den die Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger Deutschlands zurzeit hinbekommen müssen. Sie alle sind gehalten, die
empfohlenen Hygienemaßnahmen bezüglich des Infektionsschutzes einzuhalten, und auf der anderen Seite ihren Pflichten nachzukommen.
Das Schornsteinfegerhandwerk empfehlt daher allen Verbrauchern, sollte sich
der Schornsteinfeger angemeldet haben und es zu Unsicherheiten bzw. Fragen kommen, frühzeitig mit dem zuständigen Schornsteinfeger Kontakt aufzunehmen und sich bzgl. der anstehenden Termine zu informieren. Gemeinsam
lassen sich so Lösungen fnden, die sowohl der Wahrung der Betriebs- und
Brandsicherheit wie auch des gebotenen Infektionsschutzes Rechnung tragen.
Schon seit vielen Hundert Jahren sorgt das Schornsteinfegerhandwerk für die
Sicherheit der Bevölkerung und fühlt sich gerade in Zeiten der aktuellen Corona-Pandemie seiner langen Tradition als Glücksbringer verpflichtet. Es soll und
wird auch weiter gelten: „Zum Glück gibt’s den Schornsteinfeger!“
Mehr Informationen zum Handwerk sowie Presseinformationen und Bildmaterial zum
Download fnden Sie unter www.schornsteinfeger.de

Witten 04/2020
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Corona-Virus: Schornsteinfegertätigkeiten sind weiter durchzuführen

Presseinformation, 31.03.2020

Bundeswirtschaftsministerium hebt die Gefahrenabwehr
zum Schutz von Leib, Leben und Gesundheit hervor.

Viele Betreiberinnen und Betreiber von
Feuerungsanlagen sind derzeit verunsichert, wenn sie eine
Terminankündigung zu durchzuführenden
Schornsteinfegertätigkeiten erhalten.
Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie hat das
Bundeswirtschaftsministerium nachfolgende Hinweise zum
Umgang mit dem Corona-Virus und der Tätigkeit der
Schornsteinfeger gegeben, denen wir uns als SchornsteinfegerInnung für den Regierungsbezirk Arnsberg ausdrücklich
anschließen möchten:
„Nach der Vereinbarung der Bundesregierung und den
Ministerpräsidenten der Länder vom 16. März 2020 (sowie der
Erklärung unseres Ministerpräsidenten Armin Laschet vom 22.
März 2020) können Handwerker und andere Dienstleister
grundsätzlich ihre Tätigkeiten weiterhin ausüben. Dies gilt auch für
die Schornsteinfeger.
Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass es bei dem
Schornsteinfeger-Handwerksgesetz (SchfHwG) um
Gefahrenabwehr zum Schutz von Leib, Leben und Gesundheit
geht. Dies ergibt sich bereits aus § 1 Absatz 1 SchfHwG.
Nach unserer Einschätzung können Schornsteinfegertätigkeiten
nicht dauerhaft aufgeschoben werden, da sie wesentlich zur
Gefahrenabwehr beitragen. Vielmehr ist immer eine Abwägung im
Einzelfall zu treffen. Alle Arbeiten, die ohne Risiko durchgeführt
werden können, sollten – unter Berücksichtigung der bekannten
Verhaltens- und Hygienemaßnahmen – daher auch durchgeführt
werden. Das ist die Grundmaxime.“
Nach allen Erkenntnissen, insbesondere des Robert-KochInstitutes, ist die Gefahr einer Übertragung des Corona-Virus bei
Einhaltung der Hygieneregeln auszuschließen.
Die Schornsteinfeger-Innung Arnsberg bittet daher um
Verständnis, dass die gesetzlich vorgeschrieben und notwendigen
Schornsteinfegerarbeiten weiter durchzuführen sind.
Dennoch fordert die akute Bedrohungslage durch das Coronavirus
praxisbezogene Lösungsansätze. So wird es bei der Ausführung
der Schornsteinfegerarbeiten Einschränkungen geben.
Insbesondere dann, wenn Betreiber von Feuerungsanlagen unter
Quarantäne stehen und der Schutz der Schornsteinfeger vor einer
Infektion nicht gewährleistet werden kann. Dann muss eine
umgehende Information an den Schornsteinfegerbetrieb erfolgen.

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