Lothar Siegfried im verdienten Ruhestand

Witten im Juli 2020

Der Schornsteinfegermeister Lothar Siegfried verabschiedet sich nach 30 jähriger Tätigkeit in Witten in den hochverdienten Ruhestand. Lothar Siegfried war von 1990-2019 bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger für den Kehrbezirk Ennepe-Ruhr-Kreis 23 und unterstützte mich bei meinem (Wieder) Anfang  in Witten im letzten Jahr mit seiner reichhaltigen Erfahrung. Vielen Dank dafür!

Von Herzen alles Gute für die Zukunft, geniess Deine Hobbys!

Wie herrlich ist es, nichts zu tun und dann vom Nichtstun auszuruhn. (Heinrich Zille)

 

 

 

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Verbraucherzentrale rät, Zählerstände abzufotografieren

Die Verbraucherzentralen raten, am 30. Juni die Zählerstände für Strom und Gas abzulesen. Grund dafür sei die anstehende Mehrwertsteuersenkung zum 1. Juli. Auch Energieversorger müssten demnach von Juli bis Dezember die Steuersenkung von 19 auf 16 Prozent an die Kunden weitergeben. Die Erstattung kann dann mit der Jahresabrechnung erfolgen.

Beweisfotos vom Stromzähler

Die Verbraucherzentralen empfehlen, die Zählerstände beispielsweise abzufotografieren und per E-Mail an die Anbieter zu schicken. Im Zweifelsfall würde sonst ohne konkrete Werte der Verbrauch geschätzt werden oder die 16 Prozent auf den Gesamtnettobetrag angerechnet werden. Laut Antje Kahlheber von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz würde eine Familie mit einem Stromverbrauch von 2.000 bis 3.000 Kilowattstunden im Jahr zwischen acht bis zwölf Euro weniger am Jahresende zahlen.

Witten Juni 2020

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Presseinformation Schornsteinfegerarbeiten

Kontrollen und Arbeiten der Schornsteinfeger in der Zeit
der Corona-Pandemie unverzichtbar.
Sankt Augustin, 03. April 2020. Wie viele andere Handwerker führen die
deutschen Schornsteinfeger in der Corona-Zeit wichtige Tätigkeiten zur
Wahrung der Brand- und Betriebssicherheit durch. Die erforderlichen
Schornsteinfegertätigkeiten dienen der öffentlichen Gefahrenabwehr
und dürfen deshalb auch nicht ausgesetzt oder beliebig verschoben
werden.
Bereits im März dieses Jahres ordneten die zuständigen Behörden an, dass
Schornsteinfeger unter Beachtung der Hygienevorschriften (Informationen des
Robert-Koch-Instituts zum Infektionsschutz auch auf: www.schornsteinfeger.
de) weiterhin ihrer Arbeit nachkommen sollen bzw. müssen. Diese Empfehlungen werden vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks unterstützt. Bestimmte Aufgaben könnten im Rahmen der Fristen zwar verschoben
werden, wenn es aus Sicht der Gefahrenabwehr vertretbar sei, so die Empfehlung der Landesbehörden. Ein Aussetzen der Arbeiten oder ein beliebig langes
Verschieben ist dem Schornsteinfeger aber untersagt. Denn die Schornsteinfegerarbeiten sind systemrelevant. Sie dienen der öffentlichen Gefahrenabwehr
im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes und der Betriebssicherheit von
Feuerungsanlagen. Tatsache ist, dass die Tätigkeiten des Schornsteinfegers
zur Wahrung der Brand- und Betriebssicherheit von Feuerungs- und Abgasanlagen letztendlich dem Schutz von Leib und Leben dienen und daher unabdingbar in den gesetzlich vorgeschriebenen Fristen durchgeführt werden müssen.
Die Gesundheit der Kunden, aber auch die Gesundheit der Mitarbeiter in den
Schornsteinfegerbetrieben liegt dem Schornsteinfegerhandwerk sehr am Herzen. Denn auch das Schornsteinfegerhandwerk möchte in Zeiten der CoronaPandemie die Kontakte und das Infektionsrisiko zum Schutz von Kunden und
Mitarbeitern soweit es eben geht minimieren.

Es ist ein schwieriger Spagat, den die Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger Deutschlands zurzeit hinbekommen müssen. Sie alle sind gehalten, die
empfohlenen Hygienemaßnahmen bezüglich des Infektionsschutzes einzuhalten, und auf der anderen Seite ihren Pflichten nachzukommen.
Das Schornsteinfegerhandwerk empfehlt daher allen Verbrauchern, sollte sich
der Schornsteinfeger angemeldet haben und es zu Unsicherheiten bzw. Fragen kommen, frühzeitig mit dem zuständigen Schornsteinfeger Kontakt aufzunehmen und sich bzgl. der anstehenden Termine zu informieren. Gemeinsam
lassen sich so Lösungen fnden, die sowohl der Wahrung der Betriebs- und
Brandsicherheit wie auch des gebotenen Infektionsschutzes Rechnung tragen.
Schon seit vielen Hundert Jahren sorgt das Schornsteinfegerhandwerk für die
Sicherheit der Bevölkerung und fühlt sich gerade in Zeiten der aktuellen Corona-Pandemie seiner langen Tradition als Glücksbringer verpflichtet. Es soll und
wird auch weiter gelten: „Zum Glück gibt’s den Schornsteinfeger!“
Mehr Informationen zum Handwerk sowie Presseinformationen und Bildmaterial zum
Download fnden Sie unter www.schornsteinfeger.de

Witten 04/2020
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Corona-Virus: Schornsteinfegertätigkeiten sind weiter durchzuführen

Presseinformation, 31.03.2020

Bundeswirtschaftsministerium hebt die Gefahrenabwehr
zum Schutz von Leib, Leben und Gesundheit hervor.

Viele Betreiberinnen und Betreiber von
Feuerungsanlagen sind derzeit verunsichert, wenn sie eine
Terminankündigung zu durchzuführenden
Schornsteinfegertätigkeiten erhalten.
Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie hat das
Bundeswirtschaftsministerium nachfolgende Hinweise zum
Umgang mit dem Corona-Virus und der Tätigkeit der
Schornsteinfeger gegeben, denen wir uns als SchornsteinfegerInnung für den Regierungsbezirk Arnsberg ausdrücklich
anschließen möchten:
„Nach der Vereinbarung der Bundesregierung und den
Ministerpräsidenten der Länder vom 16. März 2020 (sowie der
Erklärung unseres Ministerpräsidenten Armin Laschet vom 22.
März 2020) können Handwerker und andere Dienstleister
grundsätzlich ihre Tätigkeiten weiterhin ausüben. Dies gilt auch für
die Schornsteinfeger.
Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass es bei dem
Schornsteinfeger-Handwerksgesetz (SchfHwG) um
Gefahrenabwehr zum Schutz von Leib, Leben und Gesundheit
geht. Dies ergibt sich bereits aus § 1 Absatz 1 SchfHwG.
Nach unserer Einschätzung können Schornsteinfegertätigkeiten
nicht dauerhaft aufgeschoben werden, da sie wesentlich zur
Gefahrenabwehr beitragen. Vielmehr ist immer eine Abwägung im
Einzelfall zu treffen. Alle Arbeiten, die ohne Risiko durchgeführt
werden können, sollten – unter Berücksichtigung der bekannten
Verhaltens- und Hygienemaßnahmen – daher auch durchgeführt
werden. Das ist die Grundmaxime.“
Nach allen Erkenntnissen, insbesondere des Robert-KochInstitutes, ist die Gefahr einer Übertragung des Corona-Virus bei
Einhaltung der Hygieneregeln auszuschließen.
Die Schornsteinfeger-Innung Arnsberg bittet daher um
Verständnis, dass die gesetzlich vorgeschrieben und notwendigen
Schornsteinfegerarbeiten weiter durchzuführen sind.
Dennoch fordert die akute Bedrohungslage durch das Coronavirus
praxisbezogene Lösungsansätze. So wird es bei der Ausführung
der Schornsteinfegerarbeiten Einschränkungen geben.
Insbesondere dann, wenn Betreiber von Feuerungsanlagen unter
Quarantäne stehen und der Schutz der Schornsteinfeger vor einer
Infektion nicht gewährleistet werden kann. Dann muss eine
umgehende Information an den Schornsteinfegerbetrieb erfolgen.

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neuer Kehrbezirk

Ich wechsele zum 01.09.19 den Kehrbezirk nach Witten und möchte mich in diesem Rahmen von meinen Kunden verabschieden und mich für die angenehme und vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken. Witten liegt wesentlich näher zu meinem Wohnort, außerdem kenne ich den Bezirk, da ich vor meiner Selbstständigkeit viele Jahre dort gearbeitet habe.

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Energieagentur NRW stellt Solarkataster vor

Iserlohn

Auf den rund elf Millionen Dächern von Nordrhein-Westfalen schlummert ein großes Potenzial zur Stromerzeugung aus Sonnenenergie durch Photovoltaik: Rund 68 Terawattstunden Strom könnten pro Jahr produziert werden, aktuell erzeugen solche Anlagen 3,9 TWh. Das ist das Ergebnis des landesweiten Solarkatasters, welches das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) erstellt hat.

Zum Solarkataster für NRW

„Strom dort zu produzieren, wo er verbraucht wird, ist einer der großen Vorteile der Dachflächen-Photovoltaik“, erläuterte Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart. „Dabei versiegeln Solaranlagen auf Dächern keine zusätzliche Fläche, was gerade im dicht besiedelten Nordrhein-Westfalen von großer Bedeutung ist. Und sie ermöglichen durch Einbindung von Speichern und Ladepunkten dezentrale Quartierskonzepte, die die Energiewende voranbringen. Mit dem Solarkataster machen wir diese großen Potenziale insbesondere in den Innenstädten sichtbar und stellen Informationen zur Nutzung von Solarenergie für Bürgerinnen und Bürger bereit.“

Derzeit werden lediglich 2,8 Prozent des nordrhein-westfälischen Stromverbrauchs aus Photovoltaik-Dachanlagen erzeugt. Besonders große Potenziale bieten die dicht besiedelten Planungsregionen wie Köln, Düsseldorf und das Ruhrgebiet.

Jedes Dach in NRW erfasst

Für den Präsidenten des LANUV, Dr. Thomas Delschen, steht vor allem der Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger und Energieversorger im Fokus. Mit einer Onlineanwendung zum Solarkataster hat jeder Hausbesitzer die Möglichkeit, sich seine Potenziale auf dem Dach anzuschauen: „Mit dem Solarkataster NRW ist es möglich, für jedes Dach in Nordrhein-Westfalen belastbare Informationen über die zu erwartenden energetischen und finanziellen Erträge einer Solaranlage zu bekommen“, erklärte Delschen. „Auch die Einbindung von Speichern und Elektroautos ist für die Berechnung einer Photovoltaik-Anlage möglich.“

Die vom LANUV landesweit ermittelten Potenziale zeigen, dass Solarenergie auf Dächern einen relevanten Beitrag zum Klimaschutz leisten kann: Bei der Umsetzung aller Photovoltaik-Potenziale könnte eine Einsparung von rund 30 Millionen Tonnen CO2 allein in der Stromerzeugung erzielt werden. Das entspricht etwa zehn Prozent des heutigen Treibhausgas-Ausstoßes in Nordrhein-Westfalen. Wird der PV-Strom zum Laden von Elektroautos verwendet, könnten auch auf dem Sektor Mobilität entsprechende Treibhausgasminderungen erzielt werden.

Solarkataster für NRW: Kostenlos, einfach und schnell zu handhaben

Das landesweite Solarkataster für Nordrhein-Westfalen ist das größte Solarkataster in Deutschland und soll als innovatives Internettool Hauseigentümer, Besitzer von Gewerbe-Immobilien, Wohnungsbaugesellschaften, Kommunen und Energieversorger unabhängig, kostenlos, einfach und schnell über die Möglichkeiten der Photovoltaik- und Solarthermie-Nutzung informieren. Es wird monatlich aktualisiert und enthält neben den Berechnungen für einzelne Dachflächen auch Planungshinweise zur Umsetzung einer Solaranlage. Städte und Gemeinden haben die Möglichkeit, über einen Link – zugeschnitten auf das jeweilige Gebiet – das Solarkataster in den Internetauftritt einzubinden.

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Vortragsliste zum Ausstellertag im EUZ Iserlohn

Iserlohn, zum 11. Ausstellertag im Gebäude der Schornsteinfegerinnung, Gewerbegebiet Rombrock, 58640 Iserlohn, Langer Brauck 1 am Sa. 06.10.2018 10.00 – 16.00 Uhr liegt die Liste des Vortragsforums vor: Vortragsliste-2

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Ausstellertag im EUZ Iserlohn

IHR
Schornsteinfegermeister lädt ein:
11.Ausstellertage im Gebäude der Schornsteinfegerinnung, Gewerbegebiet Rombrock, 58640 Iserlohn, Langer Brauck 1

Fr. 05.10.2018 17.00 – 20.00 Uhr
Sa. 06.10.2018 10.00 – 16.00 Uhr

Themen u.a.:

Heizung älter als 30 Jahre was muß ich tun?
Kamin- oder Pelletofen……… auch wassergeführt / Vorteile
GAS-KAMIN…………………… in der Ausstellung …

Das EUZ NRW in Iserlohn – eine Einrichtung der Schornsteinfegerinnung
für den Regierungsbezirk Arnsberg- präsentiert innovative Technik und berät zu
den aktuellen Themen Energieeffizienz und Umweltschutz.
Heizungsanlagen bzw. Kamin- und Pelletöfen werden in Betrieb gezeigt,
Herstellerbetriebe zeigen ihre neuesten, auf den Messen aktuell vorgestellten,
Produkte!
Es stehen Ihnen Firmenrepräsentanten Rede und Antwort. In Vorträgen
können Sie sich gezielt zu diversen Themen gezielt informieren.
Vortragsplan ab 15.09.2018 unter www.euz-nrw.de
Besuchen Sie unser EUZ NRW – neutrale Beratung durch Experten!
DI und DO 13-17 Uhr

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Kosten der Solarstromspeicher sinken weiter (www.geb-info.de)

 

Iserlohn- Für Gebäudeeigentümer ist Strom aus der Dachsolaranlage deutlich günstiger als Strom vom Energieversorger. Batteriespeicher helfen, einen größeren Anteil des Photovoltaikstroms selbst zu verbrauchen. Die von Solarstromspeichern sinken derzeit immer weiter, so dass sie bald wirtschaftlich sein werden. Bislang ist dies jedoch meist noch nicht der Fall. Darauf weist das Solar Cluster Baden-Württemberg hin. Im Jahr 2017 sind die Durchschnittskosten der Speichersysteme inklusive Installation von 1.550 Euro pro Kilowattstunde Speicherinhalt auf rund 1.300 Euro gesunken. Inzwischen gibt es qualitativ hochwertige Systeme für 1.100 Euro pro Kilowattstunde. Die Wirtschaftlichkeitsgrenze liegt bei rund 800 Euro – falls die Lebensdauer der Speicher 20 Jahre beträgt. Sinkt die Lebensdauer, sinkt die Wirtschaftlichkeitsgrenze entsprechend. Verbraucher sollten daher bei den Speicherherstellern genau nachfragen, wenn es um die Wirtschaftlichkeit der Powerpakete geht und sich auch über die Garantie erkundigen, rät Franz Pöter vom Solar Cluster.

Strom aus einer neuen Photovoltaikanlage auf dem Hausdach kostet die Eigentümer derzeit 9 bis 11 Cent pro erzeugte Kilowattstunde. „Es rechnet sich daher, möglichst wenig Strom für 25 Cent netto pro Kilowattstunde aus dem Netz zu beziehen und möglichst viel Solarstrom zum Betrieb der elektrischen Geräte im Haus zu verwenden“, sagt Franz Pöter. Ohne Speicher lässt sich jedoch selten mehr als 30 % selbst nutzen. Mit einer Batterie kommen die Eigentümer dagegen auf 50 bis 60 %. Ein höherer Eigenverbrauch ist möglich, wenn der Strombedarf für eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto ebenfalls mit Solarstrom gedeckt wird. Die tatsächlichen Werte hängen jedoch stark vom Verhältnis der Jahreserzeugung an Solarstrom und dem Jahresstrombedarf im Haushalt ab, sowie vom Profil des Strombedarfs über Tag und vom Energieinhalt des verwendeten Speichers. Daher rät Pöter interessierten Hauseigentümern, sich an geeignete Handwerker aus der Region zu wenden, etwa Solarteure, Fachkräfte für Solartechnik oder geschulte Fachleute aus Elektrofachbetrieben.

In der Vergangenheit waren die Kosten für die Batteriespeicher deutlich zu hoch, um sie auch nur annähernd kostendeckend betreiben zu können. Von Ende 2013 bis Ende 2017 haben sich jedoch die Kosten halbiert. Die RWTH Aachen hat diese Zahlen im Rahmen des Speichermonitorings am 16. Juli 2018 veröffentlicht. Allein 2017 sanken die Kosten um rund 15 %. Im Durchschnitt der im Bericht angegebenen Preise hat der Preisrutsch trotz Bundes- oder Landesförderung aber noch nicht dazu geführt, dass sich die Solarspeicher für Hauseigentümer finanziell rechnen. Dafür müssen die Kosten noch weiter sinken.

Dennoch waren Ende 2017 bereits 85.000 Speicher installiert – doppelt so viel wie noch Anfang 2016, so die RWTH. Rund ein Drittel davon wurde von der Förderbank KfW finanziell bezuschusst. 2017 kamen fast 32.000 Speicher neu hinzu. „Etwa jede zweite neue Photovoltaikanlage wird inzwischen zusammen mit einem Speicher installiert“, sagt Jan Figgener von der RWTH. „Für den Gesamtmarkt erwarten wir auch 2018 ein Wachstum. Die Anteile an KfW-geförderten Speichersystemen sind dabei jedoch rückläufig. Dies spricht für ein erfolgreiches Marktanreizprogramm, mit dessen Ende der Markt nun auf eigenen Beinen steht.“

Es ist zu erwarten, dass es danach weiter aufwärts geht: Erstens sollen die Speicherkosten weiter sinken. Zweitens werden nach 2021 die ersten Solaranlagen aus der EEG-Vergütung fallen. Da ihre hohe Einspeisevergütung von 2001 ab diesem Zeitpunkt wegfällt und die dann abgeschriebenen Anlagen nur noch Betriebs-, Wartungs- und Reparaturkosten von 2 bis 4 Cent/kWh verursachen, bieten sich künftig, je nach Preisentwicklung der Speicher, Eigenverbrauch und Speicherung an.

Für die Amortisation eines Speichers ist entscheidend, wie oft Hauseigentümer über die Lebensdauer seine Speicherkapazität nutzen können und damit zusätzlichen Solarstrom statt Strom aus dem Netz verbrauchen. „Für gut ausgelegte Systeme im Haus kann der Speicher 200 bis 250 Mal im Jahr vollständig geladen und entladen werden“, sagt Franz Pöter vom Solar Cluster. „Multipliziert man diesen Wert mit der Lebensdauer in Jahren und dem Energieinhalt in Kilowattstunden, so ergibt sich der zusätzlich selbst genutzte Solarstrom.“ Ersetzt dieser Solarstrom, der ohne Speicher ins Netz eingespeist und derzeit mit 12 Cent pro Kilowattstunde vergütet worden wäre, den Bezug von Netzstrom zu 25 Cent pro Kilowattstunde (netto), so ergibt sich ein „Verdienst“ durch den Speicher von 13 Cent je Kilowattstunde (netto).

Bei einer Lebensdauer von 10 Jahren und 250 Zyklen im Jahr würden pro Kilowattstunde Energieinhalt 2.500 Mal 13 Cent pro Kilowattstunde und damit 325 Euro Stromkosten gespart. Zieht man die Verluste im Speicher ab, reduziert sich der Wert um 10 bis 25 %. Rechnet man eine moderate Strompreissteigerung von 2 % pro Jahr mit ein, kommt man auf rund 400 Euro. Hält der Speicher 20 Jahre, erhöht sich die Wirtschaftlichkeitsgrenze auf rund 800 Euro pro Kilowattstunde Energieinhalt. Abhängig von der erwarteten beziehungsweise vom Hersteller garantierten Lebensdauer sind folglich Speicher mit Kosten unterhalb der genannten Grenzen wirtschaftlich.

Immer mehr Stadtwerke und Speicherhersteller bieten Photovoltaik-Speichersysteme im Zusammenhang mit Stromlieferverträgen an. In dem Fall wird das Stadtwerk oder der Stromversorger zukünftig den Speicher für weitere Netzdienstleistungen wie der Erbringung von Primärregelleistung nutzen und damit die Zahl der Zyklen pro Jahr für den Speicher erhöhen. Dadurch rentieren sich Speicher auch bei höheren Kosten. Die zusätzlichen Zyklen wirken sich auf die Alterung des Speichers nur wenig aus, denn dominierend ist für stationäre Batteriespeicher die kalendarische Alterung – also die Alterung aufgrund der Standzeit, nicht die Alterung aufgrund der wiederholten Be- und Entladung. Wichtig für Käufer: Sie sollten die Bedingungen prüfen, etwa die Länge des Stromliefervertrages.

Für Industriebetriebe können Speicher weitere Dienstleistungen übernehmen. Etwa die Absicherung gegen Stromausfall oder das Verringern der Leistungsspitzen beim Bezug elektrischer Energie. Das reduziert den Leistungspreis. Damit können die Betriebe neben dem Deckungsbeitrag aus Eigenverbrauchserhöhung auch Deckungsbeiträge aus den anderen Dienstleistungen erwirtschaften.

Im privaten Bereich gibt es bislang lediglich den Gewinn aus der Eigenverbrauchserhöhung. Dieser Gewinn steigt mit dem Unterschied zwischen Einspeisevergütung und Strompreis. Wenn eine Photovoltaikanlagen aus der EEG-Förderung fällt, erwirtschaftet jede zusätzliche Kilowattstunde selbst verbrauchter Solarstrom nicht 13 Cent pro Kilowattstunde durch das Vorhandensein des Speichers, sondern rund 20 Cent. Zusammen mit der zu erwartenden Preisreduktion werden Speicher dann in einem neuen Licht stehen.

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Kesseltausch spart nur wenig Energie und CO2

Iserlohn

GEB Newsletter: 06-2018/Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE)

Der Ersatz eines alten Heizkessels durch einen modernen Brennwertkessel spart deutlich weniger Energie als vielfach angenommen. Je nach ausgetauschtem Heizkessel variieren die typischen Einsparungen zwischen 2 und 15 %. Das ist die zentrale Aussage eines Gutachtens, das der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) vorgestellt hat.

„Keine wirksame Klimaschutzmaßnahme“

„Es ist keine wirksame Klimaschutzmaßnahme, lediglich einen älteren fossil befeuerten Heizkessel durch einen neueren auszutauschen“, sagt Carsten Pfeiffer, Leiter Strategie und Politik beim BEE. In der öffentlichen Diskussion werden häufig Einsparungen von bis zu 30 % Energie und CO2 suggeriert, wenn alte Heizkessel durch neue mit Brennwerttechnik ersetzt werden. Diese Behauptungen werden sowohl durch das vom Beratungsunternehmen Econsult erstellte Gutachten als auch durch Realbetrieb-Untersuchungen widerlegt. Dem Gutachten zu Folge variiert die Minderung stark in Abhängigkeit des zu ersetzenden Kessels; sie bewegt sich je nach Effizienz des alten Kessels zwischen 2 und 15 %. Pfeiffer: „Für das Klima macht dies am Ende keinen wirklichen Unterschied.“

„Der Ausstieg aus fossil befeuerten Heizungen muss jetzt starten“

Nach Einschätzung des BEE sorgt das Festhalten an fossil befeuerten Heizkesseln für ein hohes Lock-In-Risiko und stünde damit der Erreichung der mittel- und langfristigen Klimaschutzziele im Wege. „Heizkessel sind in Deutschland in der Regel mehrere Jahrzehnte in Betrieb. Der Ausstieg aus fossil befeuerten Heizungen muss jetzt starten, wenn der Wärmesektor seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten soll“, mahnt Pfeiffer. Es sei höchste Zeit, auf CO2-freie und CO2-neutrale Heiztechnologien wie Solarthermie, Erdwärme, Holz, Biogas und weitere Grüne Gase umzusteigen. So würde zum Beispiel ein Kombisystem mit Holzpellets und Solarthermie oder Wärmepumpe und Solarthermie eine umfassende Dekarbonisierung ermöglichen. Pfeiffer: „Es gibt keinen Grund, den Einsatz Erneuerbarer Wärmetechnologie um weitere Jahrzehnte zu verzögern.“

Download des Gutachtens „Einsparungen von Endenergie und CO2 beim Ersetzen alter Heizkessel durch Brennwertkessel – eine detaillierte Betrachtung von Einsparpotentialen in Abhängigkeit der Ausgangslage“

Fakt ist: Der Gebäudesektor trägt bislang zu wenig zur Dekarbonisierung bei. Der BEE ist der Ansicht, dass die nun vorliegenden wissenschaftlichen Ergebnisse große Relevanz haben für die Förderstrategie der Bundesregierung. „Die Arbeit der vorgesehenen Kommission im Gebäudesektor sollte ebenso wie die Umsetzung des Klimaschutzplans in ein Klimaschutzgesetz auf der Basis fundierter wissenschaftlicher Daten anstelle von Werbeversprechen basieren“, so Pfeiffer. Der BEE hatte in der Vergangenheit bereits wiederholt darauf hingewiesen, dass die Förderung rein fossil betriebener Heizungen und Klimaschutz nicht zusammenpassen.

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